Privatpraxis für Psychotherapie Dr. Ilona Brinkmann

Diplom-Psychologin Psychologische Psychotherapeutin Verhaltenstherapie

Psychotherapie

Begriffe rund um das Thema Psychotherapie verständlich erklärt

Ganz unten finden Sie zudem interessante Links - ebenfalls zum Thema Psychotherapie.


Orthorexie (Orthorexia nervosa)

Als Orthorexie bezeichnet man eine Form von Essstörung, bei der sich die Person in einer stark übertriebenen Weise mit der Qualität der Lebensmittel auseinandersetzt. Durch zahlreiche selbstauferlegte Ernährungsregeln kann es zu psychischen und physischen Beinträchtigungen kommen. Die Fixierung in der Auswahl von gesundem Essen wird oft als Livestyle-Trend betrachtet. Es kommt aber darauf an, inwieweit durch dieses Verhalten eine Zwanghaftigkeit entsteht, unter der diese Personen, aber auch deren Umfeld zu leiden hat.


Boreout (englisch von boredom, Langeweile)

Als „Boreout-Syndrom“ bezeichnet man den Zustand von ständiger Unterforderung. Dies kann sich im Arbeitsleben aber auch im Privatleben ausdrücken. Monotonie und mangelnde Impulse von außen begünstigen diesen Zustand. Als Krankheit stuft man „Boreout“ ein, wenn die Person dadurch einen Leidensweg erfährt und selbst nicht in der Lage ist, diesen Gefühlszustand zu ändern.


Burnout

Mit „Burnout“ bezeichnet man den Zustand von mentaler und oft auch körperlicher Erschöpfung, bedingt durch länger anhaltende starke Überforderung. Diese kann im Berufsleben oder auch im privaten Bereich stattfinden. Durch ein oft einhergehendes Gefühl der Ausweglosigkeit wird diese Stress-Situation noch verstärkt.


Prokrastination (lateinisch procrastinare „vertagen“)

Prokrastination, umgangssprachlich auch „Aufschieberitis“ genannt, ist eine Funktionsstörung, die durch unnötiges Verzögern des Arbeitsbeginns oder auch durch häufiges Unterbrechen der Arbeiten gekennzeichnet ist, sodass das Fertigstellen der Aufgaben gar nicht oder nur unter enormen Druck zustande kommt. Dies geht fast immer mit einem starken seelischen Leidensdruck einher. Hier geht es nicht um Auschieben der zu erledigenden Aufgaben, um andere Arbeiten vorzuziehen, sondern um eine funktionale Arbeitsstörung, die zu starken Leistungseinbußen führt.


Bedürfnisse (Bedürfnispyramide nach Maslow)

Die Maslowsche Bedürfnishierarchie stammt vom US-amerikanischen Psychologen Abraham Maslow (1908 – 1970). Sie beschreibt die menschlichen Bedürfnisse und Motivationen in einer hierarchischen Struktur. Aufsteigend in dieser Pyramide finden sich die Begriffe Physiologische Bedürfnisse, Sicherheitsbedürfnisse, soziale Bedürfnisse, Individualbedürfnisse und Selbstverwirklichung.


Grundgefühle

Als Grundgefühle bezeichnet man Freude, Trauer, Wut, Angst, Verachtung und Ekel. Es handelt sich hier um Basisemotionen der menschlichen Psyche, die in allen Kulturen gleichermaßen anzutreffen sind. Die Menschen können diese Grundgefühle weltweit deuten, unabhängig davon, wie sie sozialisiert wurden.


Mimikresonanz

Um Gefühle genauer deuten zu können, gibt es die Methode der Mimikresonanz. Kein Teil des Körpers gibt mehr Aufschluss über den emotionalen Gefühlszustand wie das Gesicht. Das Trainieren des „Mimik-Lesens“ hilft, den anderen besser zu verstehen und sensibilisiert zudem, auch unterdrückte Emotionen zu erkennen.


Borderline

Der Begriff „Borderline“ bezeichnet eine Persönlichkeitsstörung, die durch plötzliche Impulsivität und starke Stimmungsschwankungen begleitet wird. Menschen, die von einer Borderline-Persönlichkeitsstörung betroffen sind, haben eine gestörte Selbstwahrnehmung und leiden oft unter massiven Ängsten. Da dies ein psychiatrisches Krankheitsbild darstellt, bei dem die Person im Extremfall sich selbst oder anderen schaden zuführen kann, wird hier dringend eine Therapie empfohlen.


Suizidgedanken

Wenn eine Person in einer tiefen Krise steckt und keinen Ausweg daraus sieht, können Suizidgedanken entstehen. Die Angst vor der Zukunft, tiefe seelische Krisen oder ein zu hoher Leistungsdruck können diese Suizidgedanken auslösen. Fragen wie „Wofür lohnt es sich noch zu leben?“ können in so einer Situation nicht mehr positiv beantwortet zu werden. Dabei wollen Menschen mit Suizidgedanken meistens gar nicht sterben. Sie suchen vielmehr einen Ausweg aus ihrer Misere.


Paartherapie

In einer Paarberatung werden die Gründe analysiert, warum ein harmonisches Miteinander in der Beziehung nicht mehr möglich ist. Gemeinsam werden dabei bisherige Verhaltensmuster offengelegt und Wege gesucht, wie man künftig liebevoller und aufmerksamer dem Partner begegnen kann. Dabei ist wichtig, dass beide an der Beziehung festhalten wollen. Erfahrungen zeigen, dass die Paartherapie ein guter Weg ist, eine Beziehung, die vermeintlich zu Ende ist, doch noch zu retten.


Traumatherapie

Die Traumatherapie bietet Patienten mit psychischen Belastungsstörungen aufgrund traumatischer Erfahrungen Lösungen an, das Erlebte zu verarbeiten. Traumatisch belastendes, das es zu überwinden gilt, sind z. B. seelische oder körperliche Gewalttaten, Unfälle oder der Verlust eines geliebten Menschen. Diese traumatischen Erfahrungen können Reaktionen wie Angstzustände, Panik, aber auch Hilflosigkeit und tiefe in sich gekehrte Trauer auslösen. Das Trauma kann dabei kurz nach dem Erlebten oder zeitlich verzögert eintreten.


EMDR (Eye Movement Desensitization and Reprocessing)

EMDR Traumatherapie wurde in den 80er Jahren von Francine Shapiro als traumazentrierte Psychotherapie entwickelt. Heute wird diese Methode zur Behandlung von verschiedenen psychischen Erkrankungen angewendet. EMDR eignet sich zur Bewältigung von Traumataerfah- ­rungen wie z. B. seelischer oder körperlicher Gewalterfahrung, bei Unfällen oder dem Verlust eines geliebten Menschen. Bei EMDR wird die Person erst ausreichend stabilisiert, bevor man mit der Bewältigung des Erfahrenen beginnt. So werden unter Umständen akut auftretende Stressreaktionen vermieden. Mit EMDR können zudem mentale Blockaden gelöst werden, wodurch sich diese Therapie auch für das Coaching eignet. Die EMDR-Therapie besteht aus 8 Phasen, in denen Psychoedukation, Stabilisierungsverfahren, sowie Desensibilisierung und Durcharbeitung durchlaufen werden.


Berufsunfähigkeit

Mit dem Begriff „Berufsunfähigkeit“ bezeichnet man die dauernde krankheits-, unfall- oder invaliditätsbedingte Unfähigkeit einer Person, ihren Beruf auszuüben. Die gesetzliche Rentenversicherung hilft in Form einer zweistufigen Erwerbsminderungsrente (nicht Berufsunfähigkeitsrente), um den sozialen Status zu sichern. Versicherte, die vor dem 2. Januar 1961 geboren wurden und in ihrem bisherigen Beruf oder einer anderen zumutbaren Tätigkeit nicht mehr sechs Stunden täglich arbeiten können, erhalten eine halbe Erwerbsminderungsrente.


Hypochondrie (griechisch Gegend unter den Rippen)

Hypochondrie ist eine Angststörung, bei der die Betroffenen meinen, eine ernsthafte Erkrankung zu haben, ohne dass hierzu ein medizinischer Befund vorliegt. Hypochonder werden oft als wehleidige Menschen bezeichnet. Daher kommt der Begriff des eingebildeten Kranken. Dabei gibt es Fälle von Hypochondrie, wo Betroffene tatsächlich schwer psychisch erkranken und dadurch erheblich belastende Symptome verspüren. Hypochondrie tritt im übrigen auch bei zahlreichen anderen psychischen Störungen auf.


Coaching

Mit „Coaching“ bezeichnet man häufig Beratungsmethoden, die die Work-Life-Balance verbessern sollen. Dies kann in Einzelcoachings oder aber auch Teamcoachings stattfinden. In strukturierten Gesprächen zwischen dem Coach und dem Coachee (Klienten) werden die Ziele erarbeitet. Der Coach bleibt hierbei aber stets ein neutraler Gesprächspartner. Entscheidend ist es, in den Gesprächen die Entwicklung eigener Lösungen durch den Klienten zu fördern.


Social Media

Mit „Social Media“ bezeichnet man digitale Medien, die es Nutzern ermöglichen, sich im Internet zu vernetzen und auszutauschen. Hierbei werden Medien wie Text, Bild, Audio oder Video verwendet. Auch zahlreiche Unternehmen nutzen das Potential von Social Media immer stärker.


INTERESSANTE LINKS


Psychotherapie für gesetzlich Versicherte: 20 Wochen bis zum Termin!
http://www.tagesschau.de/inland/psychotherapeuten-kassenpatienten-101.html
Ratgeber zum Kostenerstattungsverfahren der Bundespsychotherapeutenkammer als PDF zum Download
http://www.bptk.de/uploads/media/BPtK_Ratgeber_Kostenerstattung.pdf
Deutsche PsychotherapeutenVereinigung e.V.
http://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/index.php?id=929
Informationen über Psychotherapie
http://www.therapie.de/psyche/info/fragen/
EMDRIA Deutschland e.V.
http://www.emdria.de
EMDR Netzwerk Österreich
http://www.emdr-netzwerk.at
DPtV Deutsche Psychotherapeuten Vereinigung
http://www.deutschepsychotherapeutenvereinigung.de/der-verband/
PID Psychotherapie Informationsdienst. Ein Service der Deutschen Psychologen Akademie
http://www.psychotherapiesuche.de